Premiere bei der Europameisterschaft

Vor der gigantischen Kulisse eines ehemaligen Kreuzfahrtschiffes, der SS Rotterdam, fand in dieser Woche unsere Premiere auf der Europameisterschaft statt. An Platz 10 von insgesamt 32 teilnehmenden Frauenteams gingen wir um den zu vergebenden europäischen Titel ins Rennen. Die Auslosung des Pools bescherte uns – ein weiteres Mal – unsere deutschen Konkurrentinnen Borger/Kozuch, das norwegische Team Lunde/Ulveseth sowie die Russinnen Ukolova/Birlova.

Das erste Match gegen Deutschland begannen wir äußerst stark, setzten unsere Gegnerinnen mit variablen Aufschlägen sehr unter Druck und konnten uns bis zur Satzmitte deutlich absetzen. Aufgrund mehrerer unglücklicher Punktverluste schafften wir es dennoch nicht, den Vorsprung zu halten und am Ende den Satzgewinn zu erzielen. Der zweite Satz begann sehr ähnlich, wieder erarbeiteten wir uns Punkt für Punkt. Ab Satzmitte lief dann leider gar nichts mehr und wir mussten auch diesen am Ende abgeben. Somit kein gelungener Auftakt in das Turnier.

Im zweiten Match noch am gleichen Nachmittag wollten wir es gegen die Norwegerinnen besser machen, was uns von Anfang an gut gelang und diesmal hatten wir auch am Satzende die Nase vorn. Im zweiten Satz behielten wir ebenfalls lange die Führung, schafften es am Ende aber nicht, den Sack zuzumachen und die Entscheidung musste somit im Tiebreak erfolgen. Bereits ab Satzbeginn hatten wir das Nachsehen und nur mit konsequentem und hochkonzentriertem Spiel schafften wir es, die Führung zurück zu erobern und schließlich das enge Match zu gewinnen.

Am nächsten Tag standen uns starke Russinnen gegenüber, die bereits ihre ersten beiden Gruppenspiele gegen Deutschland und Norwegen für sich entscheiden konnten. Nach einer kurzen gegenseitigen Phase des Abtastens fanden wir schnell in unser Spiel und konnten in allen Elementen überzeugen. Somit war die Konsequenz ein erster gewonnener Satz. Auch der Einstieg in den zweiten Satz gelang uns deutlich besser als unseren Gegnerinnen. Schnell hatten wir uns einen deutlichen Vorsprung erspielt, den wir bis zum Satzende immer weiter ausbauen und somit das Spiel für uns entscheiden konnten.

Die Bilanz der Gruppenphase lautete damit: 1 Spiel verloren, 2 Spiele gewonnen.

Aufgrund der besten Punkte-Ratio in unserer Gruppe konnten wir uns mit diesen Ergebnissen über den Gruppensieg freuen, was den direkten Einzug in das Achtelfinale bedeutete. Zudem durften wir als Gruppensieger im Stadion von Rotterdam verbleiben und mussten nicht an einen der drei anderen Turnierorte umziehen.

Im Achtelfinale trafen wir dann auf das spanische Team Lobato/Amaranta, das sich im Vorfeld bereits gegen Frankreich durchgesetzt hatte. Das Spiel fand am späten Abend statt und offensichtlich sollte das nicht der beste Zeitpunkt für uns sein. Von Beginn an fanden wir nicht in unser Spiel und ließen unsere Gegnerinnen nach und nach davonziehen. Das Gleiche wiederholte sich leider im zweiten Satz, sodass wir am Ende die beiden Spanierinnen zum Einzug in das Viertelfinale beglückwünschen mussten.

Mit dem 9. Platz bei unserer Premiere auf der Europameisterschaft können wir grundsätzlich zufrieden sein, hatten uns allerdings doch etwas mehr erhofft. Wir arbeiten nun daran, wie wir es bei den anstehenden Turnieren besser machen und unsere Leistung konsequent abrufen können.

Vaarweel Niederlande!

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